Freitag, 11. November 2011

11.11.

Es ist 11:11 Uhr am 11.11.11.! Helau!

Aber sollte ich hier in Köln nicht besser Alaaf rufen?

Letztes Jahr habe ich als Norddeutscher zum erstmal Karneval in Köln gefeiert! Und es tat auch gar nicht weh, im Gegenteil: Es hat richtig Spaß gemacht! Dieses Jahr wird wieder gefeiert! So können sich Vorurteile in Wohlwollen auflösen.

Nächstes Jahr mache ich Urlaub am Ballermann! Obwohl, lieber doch nicht, nicht alle Vorurteile sind falsch...

Freitag, 4. November 2011

Auf dem Weg zur Arbeit

Ich bin noch müde, als ich die Haustür mir zuziehe, das Treppenhaus herunterlaufe und zielstrebig die nächste U-Bahn-Station ansteuere. Ich werde ein Teil der Bewegung, die sich Berufsverkehr nennt. An der Fußgängerampel beobachte ich den Anteil meiner Bewegung, der sich gegen den ÖPNV und für den Individualverkehr entschieden haben. Eine lange Autoschlange, die scheinbar nie aufhört, schiebt sich von Ampel zu Ampel. Die Autofahrer hören Radio, trinken ihren Kaffee To Go oder führen ihre ersten dienstliche Telefonate. Alle teilen den gleichen gleichgültige, gelangweilte und dennoch genervte Gesichtsausdruck. Das Auto ist ein Stück privater Raum auf der öffentlichen Straße. So privat, dass in den meisten Autos nur eine Person sitzt. Da werden riesige, tonnenschwerde Karossen gebaut und mit noch größeren Motoren ausgestattet um letztlich eine 70 kg Person zu bewegen. Über Energieeffizienz muss man da nicht reden. Der Fahrradfahrer neben mir muss nur ca. 10 kg zusätzlich zu seine Körpergewicht bewegen. Er schafft es mit seinen eigenen Waden.

Wie flexibel die Feindbilder doch sind, erkennt man im Straßenverkehr. Bin ich mit dem Fahrrad unterwegs, sind meine natürliche Feinde  die Autofahrer, die einen gerne übersehen und die Fußgänger, die sich in den Weg stellen. Kaum ist das Rad irgendwo angekettet, nerven die rücksichtslosen Radfahrer und die ignoranten Autofahrer. Als Autofahrer kann ich wiederum mein eigenes Lied singen und es ist kein Liebeslied. Aber mein Fußgängerleben ist endlich, denn das große U der U-Bahnstation kommt immer näher.

Das U-Bahn-Gleis ist voll. Das geübte Auge erkennt sofort: Es ist zu voll! Die vorherige U-Bahn ist nicht gekommen. Wie ein Fließband in der Fabrik arbeiten die U-Bahnen den Menschenstrom ab, genau wie in der Fabrik staut es sich, wenn es irgendwo hakt. Doch im Gegensatz zu einem Gleis der Deutschen Bahn am Hauptbahnhof bleiben die Leute ruhig schließlich bedeutet eine ausgefallen U-Bahn nicht gleich eine Stunde Verspätung. Es ist Freitag-Vormittag und die Leute stehen ruhig da, heute Abend wird es deutlich lauter, wenn die Partymeute in die erste Nacht des Wochenendes fährt.

Die U-Bahn fährt ein und es wird dezent gedrängelt. An einen Sitzplatz ist nicht zu denken, aber man sitzt eh den ganzen Tag auf dem Bürostuhl. Die U-Bahn in proppevoll, ein Gedanke an eine U-Bahn in Japan zur Rush Hour lässt sie aber leer erscheinen. Eine zufällig zusammgestellte Gruppe teilt sich die Bahn, es befindet sich kein mit bekanntes Gesicht im Waggon, also bin ich allein wie ein Autofahrer an der roten Ampel und der öffentliche Raum wird für mich ein privater. Gesprächsfetzen fremder Leute dringen mir in Ohr, vermischen sich mit dem Bass aus dem Kopfhörers eines Teenagers und dem Fahrgeräusch der Bahn. Meine Gedanken treiben vor sich hin, im Unterbewusstsein bemerke ich intuitiv wann meine Zielstation kommt.

Ich trete aus dem U-Bahn-Kollektiv aus. Aus mir wird wieder eine Fußgänger bis schließlich aus mir dem Privatman der Angestellter wird. Zeitgleich trete ich aus der Bewegung Berufsverkehr aus. Bis zum Feierabend...

Montag, 31. Oktober 2011

Wovon ernähren sich eigentlich Erdmännchen?


Die Erdmännchen sehen nicht unbedingt so aus, als dass sie irgendjemandem ein Haar krümmen könnnten...


Aber wovon ernähren sie sich dann?  Diese Frage habe ich mir schon seit geraumer Zeit gestellt und um dieser Frage nachzugehen, habe ich keine Kosten und Mühen gescheut!

Nach langer akribischer Suche habe ich sie in ihrer natürlichen Umgebung im Kölner Zoo gefunden.




Und siehe da: Die Erdmännchen sind keine Vegetarier! Anstelle von Erdnüssen kommen weiße Mäuse auf den Speiseteller. Dies erklärt auch, warum es kaum noch weiße Mäuse in freier Wildnis gibt. Die Erdmännchen sind schuld!

Donnerstag, 27. Oktober 2011

Jogger

Jogger Gums, sind Bonbons von einer großen Süßigkeiten-Marke, allerdings nicht die, wo auch die Erwachsenen froh sind. Sie gehören mit zu meinen Lieblingsbonbons und dies trotz das Namens. Jogger kann ich nicht leiden.

Wären Jogger eine Tierart, wären sie sicherlich mit der Spezie der Outdoormenschen bzw. Jackenträger mit Tatze verwandt. Vorbei sind die Zeiten wo ausgelaschte Turnschuhe und ein altes verwaschenes Baumwohlshirt als Ausrüstung vollkommen als Jogging-Ausrüstung reichten. Jetzt muss funktionelle Kleidung her! Die bei 40 Grad sowohl im Plus oder im Minusbereich die optimale Körpertemparatur gewährleistet, sowie vor Regen, Schnee, Hagel und sonstige Unwetter schützt. Die entscheidene Frage, ob man bei einem solchen Wetter überhaupt vor die Tür treten sollte, stellt sich erst gar nicht. Natürlich wird gelaufen! Sonst hält man den Trainingsplan nicht ein und der Halbmaraton in 23 Wochen kann abgesagt werden! Zu den High-End-Klamotten gehört noch der opligatorische Ipod und eine Stopuhr. Aber keine einfache Stopuhr, die einfach nur die Zeit misst, nein, sie muss auch den Puls messen und für die Avantgarde zudem die gelaufene Strecke inkl. GPS-Koordinaten, damit man anschließend alles schön am Computer auswerten kann.

Als Nicht-Jogger kann man nun sagen: Sollen sie doch ruhig machen, jeder Artzt unterschreibt sofort, dass Sport für die Gesundheit ist. Was gut für die Gesundheit des Einzelnen ist, ist gut für das Gemeinwohl, sprich für die Krankenkasse, weil mehr Gesunde, und somit auch für die Beiträgshöhe der Krankenkassen, also ebenfalls für mich!

Aber Jogger haben einen großen Nachteil: Während sich viele andere Sportler z. B. in einem Fitnessstudio quälen und dies in einem geschlossenen, abgeschotteten Raum tun, sind Jogger einfach überall! Mal von Autobahnen oder Flughafenlandebahnen abgesehen.... Und sie tummeln sich am liebsten an Orten, wo sich der Nicht-Jogger auch gerne aufhält: In Parks, an Flüssen oder in Wäldern. Als Normalbürger geht man dort spazieren, lässt sich die Sonne auf den Kopf scheinen oder trinkt mit einem Kumpel ein Bier. Oder anders: Man lässt es sich gutgehen, sofern es das schlechte Gewissen zulässt. Denn jedesmal, wenn so ein dämlicher Jogger vorbeiläuft, kommt dieses beklemmende Gefühl, dass man auch mal wieder Sport machen könnte oder in meinem Fall es mehr als 1-2 mal in der Woche tun sollte.

Ich frage mich, ob die Jogger es tun, weil sie Lust auf Sport haben oder es der gleiche Beweggrund ist, wie der Besuch der Sonntagsmesse im Dorf: Sehen und Gesehen werden. Mir ist das aber egal, ich will einfach niemanden beim Sport sehen. Die manchmal übergewichtigen, meistens verschwitzen und oft stöhnende Körper in teuren Markenklamotten. Wenn ich Sportler sehen will, gehe ich ins Stadion, dafür zahle ich dann sogar aber auch! Jogger aber sollten das bekommen, was Hunde schon längst haben: Auslaufgehege, wo sie unter sich sind. Wer einen 50jährigen verschwitzten und übergewichtigen Körper in viel zu engen Sportklamotten sexy findet, darf da auch gerne hin und gucken.

Sonntag, 23. Oktober 2011

Langweilig!

Die Zeit sich wie ein Kaugummi: L    A    A     A    N    G    W    E     I    L    I     G     !
Gerade noch auf der Überholspur steht sie nun im zähflüssigen Verkehr. Immer wenn der Sekundenzeiger stehen geblieben scheint, bewegt er sich doch nach. Wie die letzten Zuckungen eines toten Körpers. Doch der Körper ist nicht tot, er ruht sich nur aus. Die Gedanken kreisen, lassen sich treiben und kommen immer zum Ausgangspunkt zurück: Mir ist langweilig!

Wo sind die Ideen, was ich noch machen oder erledigen könnte. Wo ist die Motivation um aus einer Idee auch eine Tat werden zu lassen. Ich könnte den Fernseher einschalten, Musik hören oder das Internet besuchen. Sie übertünchen die Langeweile wie Tabletten die Kopfschmerzen. Die Langeweile wäre noch immer da.

Ich starre auf das Telefon, es bleibt still. Keine Sau ruft mich an, um das Telefon wie ein Pausenklingel läuten zu lassen. Der langweilige Unterricht ist vorbei, die viel zu kurze große Pause wartet. Aber die Pause bzw. das Telefonat geht vorbei. Die Langeweile kehrt zurück. Genauso die Zeit, wo man nicht weiss, wohin mit den Terminen, Verpflichtungen und Aufgaben. Die Termine kommen nie allein und lassen anschließend nur eines zurück: Die Langeweile!

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Erkältung

Erkältungen sind scheisse! Sorry, aber anders lässt es ich einfach nicht ausdrücken! Nicht, dass ich gerade eine hätte, aber um mich herum wird gehustet, was das Zeug hält. Das Husten meines Sitznachbarn in der U-Bahn ist wie das Klingeln an der Haustür: Achtung, da kommt wer! Bei dem Husten des Sitznachbarn ist es die Erkältung. Die mir gerade gar nicht in den Kram passt, genauso wie ungebetener Besuch.
Im Herbst ist es wie ein Spaziergang durch die Fußgängerzone und auf den Dächern sitzen Scharfschützen. Um einen herum fallen die Leute um und man weiß: Es kann jederzeit einen selbst erwischen. Das nützt auch kein Weglaufen! Passiert aber dann doch recht selten, also jetzt mit nicht den Scharfschützen, sondern die Erkältung. So eine Erkältung wirkt auch meistens sehr bedrohlich. Bei einem hört es sich wie eine offene Tuberkulose an und ein anderer erklärt seine Erkältung direkt zu einer Grippe. So eine Erkältung bedeutet keinen Spaß! Ich will zwar nicht unbedingt Spaß haben, aber kein Spaß ist auch blöd. Geh weg mit Deiner Erkältung! Hinfort aus der U-Bahn, Büro und sowieso aus meiner direkten Nähe!
Irgendwann gehört man dann doch zu den Kranken und irgendwie ist es dann doch nicht so schlimm, wie man es befürchtet hat. Ich sollte mich aber demnächst mal gegen Grippe impfen lassen...

Sonntag, 16. Oktober 2011

Ich bin anfällig für Werbung!


Im Radio kann ich die Carglass-Werbung mitsingen, aber: Ich haber gar kein Auto! Kommt der letzte Satz nicht aus einer Kaffeewerbung? Kaffee trinke ich auch nicht! Das ich als für Werbung aufgeschlossener Mann die neueste Tampongeneration kenne, versteht sich von selbst. Ich weiss auch, welcher Nassrasierer neu auf dem Markt ist, dabei rasiere ich mich trocken! Das kann man alles so weiter führen. Ich werde mit Werbebotschaften zugeballert über Sachen die ich nicht brauche, mir aber trotzdem merke! Mein Gehirn wird vollgemüllt! Die Ressourcen in meinem Kopf sind aber endlich! Dieser ganze Werbemüll in meinem Kopf verschandelt nur meinen Gehirn: Hier sollte mal die fließenden Spanisch-Kenntnisse hin, aber irgendwo mussten wir die Werbebotschaften lassen. Die Information zu der Augenfarbe der Freundin liegt da irgendwo zwischen Media-Markt und Saturn-Werbeslogans. Das Passwort für den Firmenrechner? Tut mir leid, das mussten wir für die Nummer der Gewinnhotline leider entsorgen!

Normal ist es doch so: Eine Firma erzeugt Müll, eine Firma entsorgt diesen (hoffentlich legal) und eine Firma bezahlt dann für die Entsorgung des Mülls. Was ist eigentlich Müll? Dinge wofür man keine Verwendung mehr hat und andere auch keine Verwendung mehr haben, weil sonst könnte man es einfach weiterverkaufen. Ich habe keine Verwendung für dumme Werbeslogans oder unnötige Produktinformationen, ich habe auch keine Verwerter für diese Informationen. Ich könnte zwar bei einem Autohändler oder Drogeriemarkt herumtreiben und die arme Kundschaft informieren, aber ich werde dafür wohl kaum Geld bekommen. Was soll ich mit diesem Wissen? Ab zur Müllhalde und weg damit! Geht leider nicht!  Mein Kopf ist die Müllhalde! Der ganze Kram bleibt darin solange bis er verrottet und wenn er nicht verrotten will, dann verrottet er spätestens, wenn ich selber verrotte. Aber bekomme ich als Betreiber dieser Müllhalde Geld dafür? Nö!

Also lasst mich mit Euren Müll zufrieden! Die ganze Werbung könnte Ihr Euch bei mir eh sparen, es geht viel einfacher: Klebt einfach ein fettes NEU auf die Verpackung und meine Neugierde ist geweckt. Was Neu ist, ist schließlich gut und muss getestet werden!